Libero

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Der Libero rückt im Spitzenvolleyball immer mehr in den Fokus. Er hat eine sehr wichtige Position und ist aus dem heutigen Spiel nicht mehr wegzudenken. Anfänglich lediglich als Annahme- und Feldabwehrspezialist vorgesehen, übernimmt er in den meisten Mannschaften vielfältige Rollen. Seine zentrale Aufgabe ist aber die Organisation des Annahmeriegels. Er sollte große Kompetenz bei der stetig zu erfolgenden Abstimmung zwischen Block und Feldverteidigung besitzen. Aufgrund der direkten Kontaktmöglichkeit mit dem Trainer besteht ebenso wie für den MB die Möglichkeit, als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft zu fungieren. In Chanceballsituationen versucht er, im gesamten Feld die Bälle zu übernehmen, um den Angreifern optimale Anläufe zu ermöglichen. Sollte der Zuspieler verteidigen, so hat sich mittlerweile durchgesetzt, dass der Libero das Zuspiel übernimmt, und das bei steigendem Tempo. Dies zeigt, dass die Aufgaben des Liberos sehr vielfältig sind. Die Auswahl eines Liberos sollte daher genauestens überlegt sein.

Folgende Kriterien sollten als Grundlage für die Entscheidung dienen:

  • Hat der Spieler eine sehr gute Bagger- und Pritschtechnik?
  • Hat der Spieler in der Verteidigung den absoluten Willen den Ball zu verteidigen?
  • Ist der Spieler in der Mannschaft integriert?
  • Hat der Spieler Führungsqualitäten?
  • Kann sich der Spieler mit dieser Rolle identifizieren?

Ist die Entscheidung gefallen, so muss der Libero im Training diesbezüglich gefördert werden. Das schließt ein zielgerichtetes Zuspieltraining ein. Bei der Überlegung, wer als Libero in Frage kommt, sollten daher die Zuspieler nicht außer Acht gelassen werden. Das Regelwerk erlaubt dem Libero keine Pritschhandlung im Dreimeterraum. Will der Libero also zuspielen, muss er dies im Bagger tun oder, wenn er pritschen will, hinter der Dreimeterlinie abspringen und einen Sprungpass anwenden. Dies kommt auf höherem Niveau gezielt zum Tragen, wenn der Zuspieler verteidigen muss und demzufolge nicht zuspielen kann. Optimalerweise verteidigt der Zuspieler den Ball auf die „Drei-Meter-Linie“. Dann kann der Libero ein einbeinig eingesprungenes Zuspiel durchführen.

Technik

Der Libero läuft so an, dass er mit dem rechten Bein kurz vor der „Drei-Meter-Linie“ aufsetzt und abspringen kann (Raumgewinn gegenüber einem Absprung mit links). In der Luft führt er dann einen normalen Sprungpass durch (Technik: siehe Zuspieler).